Snowboarden 2025/2026 – Zwischen Adrenalin und dem großen Frust
Ein ehrlicher Blick auf eine Saison, die eigentlich Heilung sein sollte, aber bisher nur Fragen aufwirft.

Snowboarden 2025/2026: Die Saison, die keine war
Es gibt dieses eine Geräusch, das eigentlich alles heilen sollte: Das Knirschen, wenn man die Bindung festzieht. Das leise Schaben, wenn das Board den ersten Kontakt mit dem Schnee aufnimmt. Normalerweise ist die Saison für mich die ultimative Flucht – der Moment, in dem der Kopf still wird und der Körper übernimmt. Diese Jahr war es schwer, aber das lag nicht am Skigebiet oder den Menschen dort.
Es begann alles Mitte November. Die Vorfreude war riesig. Die Wetterberichte überschlugen sich mit Warnungen vor einem Jahrhundertwinter. Und tatsächlich: Ende November kam der Schnee in Massen, die ersten Gebiete machten auf. Ich dachte: Das ist es. Das ist die Rettung für den Kopf, die Erholung, die ich nach diesem Jahr voller psychischer Belastung und Überlastung so dringend brauche. Doch die Realität am Berg hat mich dieses Jahr hart auf den Boden der Tatsachen geholt. Die Leichtigkeit der vergangenen Jahre ist weg. Das Klima, mein ADHS und leider auch Manchmal menschliches Versagen in meinen Augen auf oberster Ebene.
Die Liebe zum Riedbergerhorn und die Ignoranz der Teppichetage
Mein Herz schlägt in Balderschwang. Mein Stammplatz am Schwabenhof, die Jungs und Mädels von der SBSB – Ulli und sein Team sind für mich die tollste Ski- und Snowboardschule in ganz Europa. Das ist für mich Abhängen mit Freunden, das ist Heimat. Aber was die Bergbahnen BG da veranstalten, macht mich fassungslos. Da passiert auf der Webseite einfach gar nichts, außer einem Umbau, der nicht funktioniert. Genau wie der Raubachlift im Frühjahr 2025. Und Anstelle man den repariert, naja lassen wir das erstmal. ( Kein Vorwurf an die Angestellten, sondern an den obersten Chef dem scheinbar Grasgehren wichtiger ist und seine Influenzer als die Menschen die da arbeiten am Schwabenhof)
Man fragt sich: Haben die das Ding endlich gefixt? Aber Antworten bekommt man nicht. Stattdessen weicht man nach Grasgehren aus, weil die früher öffnen können. Aber ganz ehrlich: Ich mochte Grasgehren nie besonders. Die Herzlichkeit am Riedbergerhorn fehlt dort komplett. Da shaben wir gestern morgen erlebt wieder, gleich zusammengepackt und wieder weg. Es wirkt alles unterkühlt, genau wie der Chef der Bergbahnen BG, der als einziger am Riedbergerhorn vorfährt und nicht mal ein "Guten Morgen" erwidert, obwohl man sich selbst zu den treuen Stammkunden zählt. Vielleicht sehe nur ich das so, aber es fühlt sich falsch an. Es fühlt sich an, als wäre der Kunde nur noch ein lästiges Detail im Businessplan für Ihn, aber er hat ja genug "Erfahrung", das mag sein leiber Chef, ich hab auch Verständnis für vieles das dich bewegt und besorgt, aber ein "Guten Morgen" ist im Allgäu eigentlich normal, vor allem wenn man es schon sagt, und ja ich erwarte eins zurück. Ich war jetzt fast jedes Wochende da, und nicht einmal wurde es erwiedert. Schade
Das geteilte Gewissen: Diesel, Piste und Doppelmoral
Und dann stehe ich da mit meinem eigenen Gewissen. Ich bin einer von denen, die dem Klima zusetzen. Der "böse Wintersportler". Ich fahre einen stinkenden Diesel, reißte früher beruflich tausende Kilometer im Auto und Flugzeug ab, nutze keine Öffis und meine Kinder fahren Motocross. Ich bin mit einer ordentlichen Portion Doppelmoral gesegnet und das belastet mich mittlerweile echt. Auf der einen Seite die Liebe zur Natur, auf der anderen der Lebensstil, der sie zerstört.
Dieses Jahr hat mir der Winter dafür die Quittung präsentiert. Der Schnee schmilzt weg, es ist viel zu warm. Der Raubachlift ging viel zu spät auf, an Weihnachten war Schicht im Schacht: kein Betrieb, kein Schnee. Bis heute, am 14.02.26, steht der Sessellift still. Ein Trauerspiel in Weiß-Grün. Dann kommt dazu das ich mich aufrege das Naturschützer die Alpinschaukel verhinderten, aber auf der anderen Seite, ich will doch länger .... hm was will ich den, jetzt kommt die Doppelmoral. Bergbahnen BG muss investieren, mehr Schneekanonen am Riedbergerhorn, größeren Wasserspeicher. Vielleicht muss ein Konzept fürs Wochende im Sommer her, Downhill, Skateplatz, Foodtruck betreiben, keine Ahnung. Ich bin auch im Sommer da, oft. Fahre Fahrrad, wandern, macht was draus. Potential habt Ihr dafür. Vertragt euch mit der anderen Gesellschaft.

Ein Kleinod, das an Arroganz zerbricht
Dabei könnte es so schön sein. Die Alpinschaukel-Verbindung zwischen Grasgehren und dem Riedbergerhorn wäre ein absolutes Juwel im Allgäu. Wenn in Balderschwang endlich alle mal an einem Strang ziehen würden, hätten wir hier ein echtes Kleinod. Aber nein, man muss streiten. Wer leidet darunter? Der Kunde, aber vor allem die Mitarbeiter an der Basis.
Nur weil ein paar Chefs arrogant auf ihrem hohen Ross sitzen, (betreieber der Bergbahnen nach meinem Eindruck) bleibt die Entwicklung stehen. Der eine denkt, er frisst den Kleinen, und der andere kann nicht mal "Hallo" sagen. Dann geht man als Gast halt irgendwann woanders hin, Sonnekopf oder zum Beispiel nach Eschach bei Kempten, Nesselwang, Tahlerhöhe usw. aber dazu ein anderes Mal mehr.
Klar ist, ich komme nach Balderschwang, aber eben Schwabenhof Riedbergerhorn weil dort die SBSB mit Martin aka Ulli ist, Menschen die mir ans Herz gewachsen sind, Martin, Flo, Julian, Julina, und die wo dieses Jahr dazu kamen, Jolande, Jonas, Mel, und alle anderen die es gibt. Die tollen Menschen am Lift der Peter und der wo dieses Jahr am Angerpurnagletscher immer war. Und vor allem Carsten der einfach einen geilen Job macht und aus dem wsa er hat uns das gibt, und natürlich Irmi Ihre Tochter, die "strenge" Heidi. Ihr alle seit das was das Riedbergerhorn ausmacht, Ihr seid der Grund warum man kommt, und ohne Martin und die SBSB würden viele erst gar nicht mehr kommen. Und das muss dem Herren der Morgens mit seinem roten Skoda kommt und nicht grüßt halt auch mal klar werden.
Wenn die Flucht nicht mehr funktioniert
Eigentlich sollte dieser Winter meine Erholung sein. Ein Hoch nach dem Tief. Aber wenn man am Berg steht und nur noch den Verfall sieht – klimatisch wie menschlich – dann bleibt der Kopf schwer. Die Erfüllung der letzten Jahre ist weg. Die psychische Belastung, die ich eigentlich im Schnee begraben wollte, fährt bei jedem Turn mit.
Es ist ein Kampf zwischen der tiefen Liebe zum Brett und der Wut über das, was aus unserem Sport und unserer Region gemacht wird. Die Saison 2025/2026 ist noch nicht vorbei, aber sie hat mich geprägt. Es geht nicht mehr um "höher, schneller, weiter", sondern um das nackte Überleben eines Gefühls, das früher so einfach war.
Wir sehen uns auf der Piste – hoffentlich bald wieder mit mehr Herz und weniger Ego. Solange es eben noch weiß ist.